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Chronik

Die Mühlengeschichte der Familie Großkopf beginnt auf dem Schützenplatz in Niemegk mit einer Bockwindmühle. Durch zunehmende Bebauung wurde die Bockwindmühle um 1900 nach Grabow verkauft, dort war sie noch bis 1945 in Betrieb. Die Großkopfs errichteten, etwas außerhalb von Niemegk, eine neue Mühle. Sie war massiver und größer als die Vorgängermühle.

 

1906
Wilhelm und Lydia Großkopf ließen die heutige Fläming Mühle in Niemegk errichten. Sie wurde an der Straße nach Zixdorf, in Höhe des Abzweigs nach Marzahna, erbaut.

1908
Otto Großkopf, Sohn von L. und W. Großkopf kam zur Welt. Auch er wurde später Müller. Nach dem Tod seines Vaters führte er die Mühle mit seiner Ehefrau, Erna, weiter.

30iger Jahre
In den 30iger Jahren wurde in einem Nebenraum der Mühle ein Dieselmotor errichtet. Er diente als Reserveantrieb bei Windflauten. Mit dem Motor war es demzufolge auch möglich, windunabhängig, zu produzieren. Jedoch erhöhten sich dadurch auch die Produktionskosten.

 

1935
Horst Großkopf, Sohn von Otto und Erna Großkopf kam zur Welt. Er erlernte sein Handwerk in den Jahren 1949 bis 1952, durch seinen Vater.

 

Die Zeit des 2. Weltkrieges
Im 2. Weltkrieg stand die Mühle unter Beschuss. Dort wo helle Stellen zwischen dem rotem Ziegelmauerwerk sind, waren einst Löcher. Ein Flügel und die wichtigste Königswelle (Hauptwelle) wurden zerstört. Sie hatte die Aufgabe die Kraft von den Flügeln, auf die einzelnen Maschinen auf den vier Etagen zu verteilen. Damit war eine Funktion der Mühle nicht mehr gegeben. Holz für die Reparatur der Mühle war nach dem Krieg rar. Die Kriegszerstörungen wurden notdürftig behoben. Noch heute erkennt man die Kriegszerstörungen durch das gelbe Mauerwerk der Mühle. In den frühen 1950er Jahren wurde die Mühle grundlegend modernisiert. Die damals verbaute Technik ist auch heute noch vollständig erhalten. Sie wurde durch Errichtung eines Elektroantriebes angetrieben.

Die70iger
Bis Mitte der 1970er Jahre wurde in der Mühle Mehl produziert. Kleinere Handwerksmühlen, wie die Fläming Mühle, mussten sich geschlagen geben, da Großmühlen die Arbeit, schneller und billiger, verrichteten. Die Mühle wurde bis 1990 als Nebenerwerb genutzt. Sie diente zur Futterproduktion für die umliegenden Bauern.

Die 1980er
Die dritte Generation (Horst und Renate Großkopf) errichteten neben der Mühle einen Bungalow, in dem sie in den Sommermonaten wohnten.

 

1998
Seit 1998 steht die Mühle unter Denkmalschutz. Mit der Unterschutzstellung der Mühle wurde ein wichtiger Schritt zum Erhalt der Mühle getan.

 

1999
Am Pfingstmontag des Jahres 1999 fand das erste Mühlenfest, im Rahmen des Deutschen Mühlentages, statt. Erstmals öffneten wir die Türen der Mühle, um Interessierten Technik, Geschichte, sowie Handwerk, der Müllerei, vorzuführen.

 

2005
Mit der Instandsetzung des Motors wurde im April 2005 begonnen. Am 19. September des selben Jahres wurde der Motor nach jahrzehntelangem Stillstand wieder zum Leben erweckt. Mittlerweile treibt der Dieselmotor die gesamte Mühlentechnik an.

 

2008
Im September 2008 wurde der Verein Großkopfs Turmwindmühle Niemegk e.V. gegründet. Der Verein ist weiterer, nötiger Schritt zum Erhalt der Mühle. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, das technische Denkmal für die Nachwelt zu erhalten. Ziel ist es, die Mühle, weitestgehend, zu sanieren, um sie einerseits touristisch in den Fläming zu integrieren und andererseits eine Schauanlage im Museumsbetrieb zu schaffen. Unser Traum ist es, eines Tages, der Mühle die Flügel zurück zu geben.

 

2012
Im Juni 2012 haben wir unsere Ferienwohnung pünktlich zum Deutschen Wandertag im Fläming fertiggestellt.

 

2014

Umnutzung historischer Kornspeicher der Turmwindmühle in ein Veranstaltungs- u. Ausstellungsgebäude incl. Errichtung eines Backhauses

 

2015

Das Veranstltungsgebäude und der Holzbackofen sind fertiggestellt. Der Fußboden in der Turmwindmühle erhält eine neue Dielung.

 

2016

Die Sanierung der äußeren Sichthülle beginnt als 2. Projektabschnitt. Es wird das Mauerwerk gereinigt, kaputte Steine ausgetauscht und das Mauerwerk verfugt.